Chemie lernen: Person mit Alufolie vor dem Gesicht als Symbol für Lernblockade und Konzentrationsprobleme

Chemie lernen: Die 4 häufigsten Fehler, die wir beim Lernen machen

Heute haben wir wieder ein Video-Fundstück aus dem Netz. Darin werden die vier häufigsten Lernfehler erklärt. Denn Lernen muss man auch erstmal lernen! Außerdem sind im Blogartikel dann gleich auch die Gegenmittel gesammelt. Chemie lernen, unsere Tipps & Tricks.

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Chemie lernen

Das Wichtigste in Kürze: Chemie besser lernen

  • Wenn du Chemie lernen willst, hilft es nicht, möglichst viel Stoff auf einmal in deinen Kopf zu bekommen
  • Besser ist es, den Lernstoff in kleine Portionen aufzuteilen und regelmäßig zu wiederholen
  • Reines Auswendiglernen bringt oft wenig, wenn du die Zusammenhänge nicht verstehst
  • Verschiedene Lernmethoden helfen dir, den Stoff besser zu behalten – zum Beispiel Erklären, Abfragen, Zusammenfassen oder Übungsaufgaben
  • Fehler sind beim Lernen wichtig, weil sie zeigen, was du noch nicht verstanden hast
  • Wenn du dich von Freundinnen, Freunden oder Mitschülern abfragen lässt, erkennst du schneller deine Schwachstellen
  • Weniger Stress und bessere Vorbereitung helfen dir besonders vor Klausuren, Prüfungen oder Online-Tests

Wie kann man besser lernen? Wie lernt man am besten Chemie?

Wie kann man besser lernen? Nach über 100 Jahren Lernforschung gibt Mai Thi Nguyen-Kim in einem schönschlau-Video einen Überblick über die vier häufigsten Fehler, die wir beim Lernen machen.

Lernfehler 1: zu viel auf einmal

Den ersten Lernfehler machen wir, wenn wir eine Menge Stoff in kurzer Zeit in unseren Kopf stopfen wollen. Dafür ist unser Gehirn nicht gemacht; es ist ein komplexes Netzwerk, das nicht einfach abspeichert, sondern analysiert und einordnet. Portionsweises Lernen ist effektiver. Besser den Stoff in kleine Happen aufteilen.

Lernfehler 2: passives Abhaken von Fakten

Den zweiten Lernfehler machen wir, wenn wir Regeln, Zahlen & Co auswendig lernen. Besser verknüpft lernen und versuchen, die Zusammenhänge zu verstehen. So lassen sich Fakten besser merken. Das coole ist, dass man umso leichter Neues lernt, je mehr man schon weiß. Denn so hat man mehr Anknüpfungspunkte, die das Abspeichern erleichtern.

Lernfehler 3: Einöde in Sachen Lernmethoden

Den dritten Lernfehler machen wir, wenn wir bei den immer gleichen Lernmethoden bleiben. Besser unterschiedlich lernen - je nach Stoff. Methoden mixen!

Lernfehler 4: Angst vor Fehlern

Den vierten Lernfehler machen wir, wenn wir Angst haben, Fehler zu machen. Die Angst vor Blamage sorgt für Stress, und der vermindert die Gedächtnisleistung. Besser mit euren Freunden oder Mitschülern einmal ausfragen lassen, um so zu sehen, was man schon kann und was man noch nicht verstanden hat. Selbstständig das Gelernte zu wiederholen, verfestigt euer Können und zeigt eure Schwachpunkte, die ihr dann gezielt ausbessern könnt. Wenn es dann darauf ankommt (wie in der Klausur), seid ihr besser gerüstet.

 

Gegenmittel: Lernen ohne Stress

Wer besser lernen möchte, sollte nicht erst kurz vor der Prüfung anfangen und dann alles auf einmal in den Kopf bekommen wollen. Viel hilfreicher ist es, den Stoff in kleine Einheiten aufzuteilen, regelmäßig zu wiederholen und verschiedene Lernmethoden auszuprobieren.

Gerade beim Chemie lernen ist es wichtig, Zusammenhänge zu verstehen: Warum passiert etwas? Was steckt hinter einer Formel? Wie hängen einzelne Themen miteinander zusammen? Wenn du dir solche Fragen stellst, bleibt der Stoff meist besser hängen als beim reinen Auswendiglernen.

Auch Fehler gehören dazu. Sie zeigen dir, welche Themen du noch einmal wiederholen solltest. Lass dich deshalb ruhig abfragen, erkläre anderen den Stoff oder teste dich selbst mit Übungsaufgaben. So merkst du schnell, was schon sitzt und wo du noch unsicher bist.

Im folgenden Video von ©schönschlau werden die häufigsten Lernfehler noch einmal anschaulich erklärt und du bekommst praktische Tipps, wie du es besser machen kannst.

 

Blogger: Stefanie Lenze , Bildquelle: Daniel Nanescu, Splitshire, CC0


 

FAQ: Häufige Fragen zum Chemie lernen

Wie lerne ich am besten Chemie?

Chemie lernst du am besten, wenn du den Stoff nicht nur auswendig lernst, sondern wirklich verstehst. Versuche, Zusammenhänge zu erkennen: Warum läuft eine Reaktion so ab? Was bedeutet eine Formel? Wie hängt ein Thema mit einem anderen zusammen? Teile den Lernstoff außerdem in kleinere Einheiten auf und wiederhole regelmäßig. So bleibt mehr hängen, als wenn du alles kurz vor der Prüfung auf einmal lernen willst.

Warum ist zu viel Lernen auf einmal ein Fehler?

Dein Gehirn speichert Wissen nicht einfach wie eine Festplatte ab. Es muss Informationen einordnen, verknüpfen und wieder abrufen können. Wenn du zu viel Stoff auf einmal lernst, wird das schnell unübersichtlich. Besser ist es, in kleinen Portionen zu lernen und Pausen einzuplanen. So kann dein Gehirn den Stoff besser verarbeiten.

Sollte man Chemie auswendig lernen?

Ein bisschen Auswendiglernen gehört dazu, zum Beispiel bei Begriffen, Formeln oder Definitionen. Aber nur auswendig zu lernen reicht meist nicht. Viel wichtiger ist, dass du die Zusammenhänge verstehst. Wenn du erklären kannst, warum etwas passiert, kannst du dein Wissen auch besser auf neue Aufgaben anwenden.

Warum helfen Fehler beim Lernen? 

Fehler zeigen dir, wo du noch unsicher bist. Das ist beim Lernen nichts Schlechtes, sondern sogar hilfreich. Wenn du dich abfragen lässt oder Übungsaufgaben machst, erkennst du schneller, welche Themen du noch einmal wiederholen solltest. So bist du besser vorbereitet, wenn es in der Klausur, Prüfung oder im Einstellungstest wirklich darauf ankommt.