Mit Kälte gegen Schmerzen: Eiswürfel als Symbol für Kühlung bei Verletzungen, Schwellungen und Schmerzen

Mit Kälte gegen Schmerzen » Cold Pack, Kühlgel & Co.

Coldpacks (auch Cool Pack genannt) können akute Verletzungen lindern. Das liegt auch an einem besonderen Inhaltsstoff. Doch ist der Coolpack Inhalt giftig? Und wie ist die richtige Coldpack Anwendung?

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Mit Kälte gegen Schmerzen

Das Wichtigste in Kürze: Cold Pack, Kühlgel & Co.

  • Coldpacks können bei akuten Verletzungen wie Prellungen oder Verstauchungen helfen.
  • Kälte verengt die Blutgefäße, kann Schwellungen reduzieren und Schmerzen lindern.
  • Coldpacks haben gegenüber Eis den Vorteil, dass sie nicht schmelzen und oft länger kalt bleiben.
  • Die Füllung besteht meist aus Kühlgel, Wasser und häufig Propylenglykol.
  • Ein Coldpack sollte nie direkt auf die Haut gelegt werden, sondern immer in ein dünnes Tuch gewickelt werden.
  • Sinnvoll ist ein Wechsel aus 10 Minuten kühlen und 10 Minuten Pause.
  • Länger als 15 Minuten am Stück solltest du nicht kühlen.
  • Bei Unsicherheit oder stärkeren Verletzungen solltest du ärztlich abklären lassen, ob Kühlen oder Wärmen besser ist.

Schmerzen lindern mit Cold Pack, Kühlgel & Co


Sport tut dem Körper und dem Geist gut. Aber manchmal kommt man mit Prellungen oder einem verstauchten Fuß nach Hause. Um schneller wieder fit zu werden und die Heilung zu fördern, ist schnelles Kühlen der Sportverletzung sinnvoll.

Warum hilft ein Coldpack?

Kälte verengt die Blutgefäße und das Gewebe zieht sich zusammen, also geht die Schwellung zurück.  Das wirkt auch gegen eine sich anbahnende Entzündung und betäubt Schmerzen.

Aber sind die Packs besser als Eis? 

Natürlich kann man zum Kühlen alles verwenden, was kalt ist. Der Vorteil an den Coldpacks – also Plastikbeuteln mit einer meist blauen Füllung – ist, dass sie nicht schmelzen. Teilweise bleiben sie länger kalt als ein Stück Eis. Das liegt an speziellen Inhaltsstoffen.

 

Die Coldpack-Inhaltsstoffe

Was ist in Coldpacks genau drin?

In der Regel ein Kühlgel. Es besteht zum größten Teil aus Wasser – oft aber auch aus einem Stoff namens Propylenglykol. Sein Schmelz- und Gefrierpunkt liegen in ziemlich extremen Bereichen. Pur gefriert er erst bei minus 68 und siedet bei 188 Grad Celsius. Gemischt mit Wasser und Gel verschieben sich diese Punkte dann wieder etwas.

Ist der Coolpack Inhalt giftig?

Nein. Sie unterliegen dem europäischen Lebensmittelgesetz und damit ziemlich strengen Auflagen. Essen sollte man sie natürlich trotzdem nicht. Wenn ein Pack giftige Stoffe enthalten würde, müssten die Hersteller einen Warnhinweis darauf drucken.

 

Die richtige Coldpack-Anwendung

Angenommen, ich habe mich verletzt. Dann lege das Coldpack also direkt auf die schmerzende Stelle?

Auf keinen Fall! Man sollte ein Coldpack nie einfach so auf die Haut legen, weil diese ziemlich schnell unterkühlt. Dann wird es vielleicht sogar schlimmer statt besser. Wickelt das Coldpack lieber in ein Küchentuch oder ein dünnes Handtuch ein.

 

So kühlst du richtig:

  1. Kühlpad in ein dünnes Tuch hüllen
  2. Für 10 Minuten auf die verletzte Stelle legen
  3. Für 10 Minuten entfernen
  4. Wieder 10 Minuten lang kühlen
  5. und so weiter

Man sollte diesen Wechsel circa zwei Stunden durchhalten und nie länger als 15 Minuten am Stück kühlen. Eine Alternative kann Eisspray sein. Das sollte man aber auch nicht direkt auf die Haut sprühen. Am Fuß kann es reichen, einfach die Socke damit einzunebeln.

Muss man manche Verletzungen nicht auch warm halten?

Das hängt von der Art der Verletzung ab. Im Grunde gilt die Faustregel: Wenn es akute Schmerzen sind, hilft es zu kühlen. Wenn die Schmerzen länger andauern, sollte man eher wärmen. Falls ihr euch unsicher seid, fragt aber besser beim Arzt nach. Das solltet ihr je nach Schwere eurer Verletzung sowieso tun.

Laufen Coldpacks irgendwann ab?

Nein. Man muss sie erst austauschen, wenn sie undicht werden. Das kommt nicht so oft vor.

 

Hättet ihr es gewusst?

Die meisten der Coldpacks könnt ihr auch als „Warmpacks“ verwenden. Ihr könnt sie also einfach aufwärmen und zum Beispiel bei Muskelverspannungen auf die Haut legen. Ob euer Coldpack dafür geeignet ist, könnt ihr in der Produktbeschreibung oder direkt auf dem Pack nachlesen.

Life Hacks: So machst du dir ein eigenes Coldpack 

 

 

Blogger: Lara Müller , Bild: Moritz320, Pixabay, CC0


 

FAQ: Häufige Fragen zu Coldpacks

Warum hilft ein Coldpack bei Schmerzen?

Ein Coldpack kühlt die verletzte Stelle. Durch die Kälte verengen sich die Blutgefäße und das Gewebe zieht sich zusammen. Dadurch kann eine Schwellung zurückgehen. Gleichzeitig kann Kälte Schmerzen betäuben und einer Entzündung entgegenwirken. Besonders bei akuten Verletzungen wie Prellungen oder Verstauchungen kann schnelles Kühlen deshalb sinnvoll sein.

Was ist in einem Coldpack enthalten?

In einem Coldpack befindet sich meistens ein Kühlgel. Dieses besteht zu einem großen Teil aus Wasser und häufig auch aus Propylenglykol. Dieser Stoff sorgt dafür, dass das Pack besondere Kälte- und Wärmeeigenschaften hat. Deshalb bleibt ein Coldpack oft länger kalt als normales Eis und schmilzt nicht einfach weg.

Ist der Inhalt eines Coolpacks giftig?

Der Inhalt eines Coolpacks in der Regel nicht giftig. Essen solltest du das Kühlgel natürlich trotzdem nicht. Wenn ein Pack gefährliche Stoffe enthalten würde, müsste es entsprechend gekennzeichnet sein. Wird ein Coldpack undicht, solltest du es nicht weiterverwenden und austauschen.

Wie wendet man ein Coldpack richtig an?

Ein Coldpack sollte nie direkt auf die Haut gelegt werden, weil die Haut sonst zu stark auskühlen kann. Wickle das Kühlpad lieber in ein Küchen- oder dünnes Handtuch. Danach kannst du die verletzte Stelle etwa 10 Minuten kühlen, dann 10 Minuten Pause machen und anschließend wieder kühlen. Länger als 15 Minuten am Stück solltest du ein Coldpack nicht anwenden.

Wann sollte man kühlen und wann wärmen?

Als Faustregel gilt: Bei akuten Schmerzen oder frischen Verletzungen kann Kühlen helfen. Wenn Schmerzen schon länger bestehen, kann Wärme manchmal sinnvoller sein. Das hängt aber von der Art der Verletzung ab. Wenn du unsicher bist oder die Beschwerden stärker sind, solltest du ärztlichen Rat einholen.