Ausbildung Fach­informatiker:in

Codes knacken, Systeme am Laufen halten und dafür sorgen, dass in riesigen Chemieanlagen nichts abstürzt? Das ist das große Ziel. Aber Fachinformatiker:in ist nicht gleich Fachinformatiker:in – und nein, du sitzt nicht den ganzen Tag allein im Keller vor dem Bildschirm. Die Ausbildung zum/zur Fachinformatiker:in in der Chemie-Branche ist extrem vielseitig und bietet dir gleich vier verschiedene Fachrichtungen. Hier erfährst du, welche das sind, wie der Ausbildungsalltag wirklich aussieht und warum dieser Job einer der gefragtesten in der ganzen Branche ist.

Der echte Ausbildungsalltag: Der Reality-Check für deinen Start in der Informatik

Dein Alltag ist eine Mischung aus Problemlösung, Technik und direktem Kontakt mit Kolleg:innen aus allen Abteilungen. Du bist das digitale Rückgrat des Unternehmens.

Tipp aus der Praxis: Du bist viel im ganzen Betrieb unterwegs, nicht nur am Schreibtisch. Pack dir bequeme Schuhe ein und sei bereit, auch mal spontan Probleme zu lösen – Flexibilität ist hier Gold wert!

Ausbildung Fachinformatiker:in im Überblick

Fachinformatiker:innen sind die Allrounder der IT-Welt in der Chemie-Branche. Sie planen, installieren und warten IT-Systeme, entwickeln Software oder analysieren Daten und Prozesse. Egal ob in der Produktion, Forschung oder Verwaltung – ohne funktionierende IT-Infrastruktur läuft in modernen Chemiebetrieben nichts mehr.

Fachinformatiker:innen arbeiten in Unternehmen der chemisch-pharmazeutischen Industrie, aber auch in IT-Abteilungen von Produktionsbetrieben, Forschungseinrichtungen oder spezialisierten IT-Dienstleistern für die Branche.

Die Fakten:

  • Art der Ausbildung: duale Ausbildung (Betrieb und Berufsschule)
  • Dauer der Ausbildung: 3 Jahre (Verkürzung auf 2,5 oder 2 Jahre möglich)
  • Prüfung: zuständige IHK

Häufige Frage: Was ist der Unterschied zwischen den vier Fachrichtungen?

Das ist die wichtigste Entscheidung vor deiner Bewerbung, denn du musst dich von Anfang an festlegen:

Voraussetzungen & Co.
So läuft es ab & Inhalte
Besonderheiten

Voraussetzungen & Co.

  • Schulabschluss: Mindestens ein guter Realschulabschluss. Mit Abitur hast du bessere Chancen und kannst die Ausbildung verkürzen.
  • Wichtige Schulfächer: Mathe (Algorithmen und Logik!), Englisch (viele Fachbegriffe und Dokumentationen) und natürlich Informatik. Physik kann je nach Fachrichtung auch helfen.
  • Soft Skills: Logisches Denkvermögen, Problemlösungskompetenz, Teamfähigkeit (du arbeitest viel mit anderen Abteilungen) und Geduld bei der Fehlersuche.
  • Dauer: 3 Jahre (mit guten Noten und Abitur kannst du auf 2,5 oder sogar 2 Jahre verkürzen).
  • Nice to have: Wenn du privat schon mit IT herumtüftelst – sei es Gaming-PCs zusammenbauen, kleine Apps programmieren oder eigene Projekte – bist du klar im Vorteil.

So läuft es ab

Wie bei allen dualen Ausbildungen wechselst du zwischen Betrieb und Berufsschule. Im Betrieb sammelst du praktische Erfahrung an echten Projekten, in der Berufsschule lernst du die theoretischen Grundlagen.

Das lernst du in deiner Ausbildung:

  • IT-Systeme planen und betreiben: Von der Hardware-Installation bis zur Netzwerkverwaltung.
  • Software entwickeln oder anpassen: Je nach Fachrichtung programmierst du in verschiedenen Sprachen oder konfigurierst bestehende Anwendungen.
  • IT-Sicherheit und Datenschutz: Systeme absichern und gesetzliche Vorgaben einhalten.
  • Kunden beraten und Probleme lösen: Du bist Ansprechpartner:in für IT-Fragen im ganzen Unternehmen.
  • Datenbanken verwalten oder Daten analysieren: Speicherlösungen einrichten oder mit Big Data und KI-Tools arbeiten.

Besonderheiten

  • Extrem gefragt: Fachinformatiker:in gehört zu den TOP-gefragten Ausbildungsberufen in der Chemie-Branche. Die Jobaussichten nach der Ausbildung sind hervorragend!
  • Bereitschaftsdienst möglich: Nach der Ausbildung kann es sein, dass du auch mal nachts oder an Feiertagen in Bereitschaft bist – denn IT-Systeme müssen 24/7 laufen.
  • Ständige Weiterbildung: Die IT-Welt entwickelt sich rasend schnell. Lebenslanges Lernen gehört hier definitiv dazu – aber genau das macht den Job auch so spannend.

Ausbildungsgehalt Fachinformatiker:in

Die chemisch-pharmazeutische Industrie ist bekannt für eine der besten Ausbildungsvergütungen in ganz Deutschland. Da die meisten Unternehmen nach dem Chemie-Tarifvertrag bezahlen, bist du finanziell von Anfang an auf der sicheren Seite.

Zusätzlich zum monatlichen Grundgehalt profitierst du in tarifgebundenen Betrieben in der Regel von starken Extras:

  • Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld (Jahresleistung)
  • Zuschüsse zur Altersvorsorge
  • 30 Tage Urlaub im Jahr
  • Oft weitere Benefits wie Fahrtkostenzuschüsse oder vergünstigtes Kantinenessen.

FAQ: Die häufigsten Fragen zur Ausbildung als Fachinformatiker:in

Wie schwer ist die Ausbildung zum/zur Fachinformatiker:in?

Die Ausbildung ist anspruchsvoll, aber definitiv machbar, wenn du logisches Denkvermögen und echtes Interesse an IT mitbringst. Besonders die Programmierung oder komplexe Netzwerkthemen können am Anfang herausfordernd sein. Wenn du aber schon privat mit Technik herumtüftelst, hast du einen klaren Vorteil.

Muss ich gut in Informatik sein?

Vorkenntnisse sind nicht zwingend nötig, aber sie helfen enorm! Wenn du in der Schule Informatik hattest und Spaß daran hast, bist du gut vorbereitet. Noch wichtiger sind aber Mathe-Kenntnisse (für Algorithmen und Logik) und die Bereitschaft, dich ständig weiterzubilden.

Was kann ich nach der Ausbildung machen?

Die Karrierechancen sind top! Du kannst dich spezialisieren (z.B. auf IT-Sicherheit, KI oder Cloud-Technologien), Weiterbildungen machen (z.B. zum/zur IT-Projektleiter:in) oder ein duales Studium dranhängen (z.B. Wirtschaftsinformatik oder Technische Informatik). Die Chemie-Branche sucht händeringend IT-Expert:innen!

Gibt es als Chemielaborant Schichtarbeit?

Das kommt auf deinen genauen Einsatzort im Unternehmen an. In reinen Forschungs- und Entwicklungslaboren hast du meist normale Tagesarbeitszeiten. Arbeitest du jedoch in der Qualitätskontrolle eines Produktionsbetriebs, laufen die Anlagen rund um die Uhr. In diesem Fall ist Wechselschicht (inklusive Nacht- und Wochenendschichten) üblich. Dafür erhältst du attraktive Schichtzuschläge.

Fachinformatik – Ausbildung oder duales Studium?

Beides ist möglich und hat Vor- und Nachteile. Die Ausbildung ist praxisnäher und du verdienst von Anfang an Geld. Das duale Studium bietet tieferes theoretisches Wissen und bessere Aufstiegschancen, erfordert aber mindestens Fachabitur. Viele Inhalte überschneiden sich – die Ausbildung ist also keineswegs die schlechtere Wahl!

Bereit für die Praxis?

Du hast Bock auf den Kittel und die Verantwortung? Dann warte nicht zu lange mit der Bewerbung, die Plätze sind begehrt.

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