Codes knacken, Systeme am Laufen halten und dafür sorgen, dass in riesigen Chemieanlagen nichts abstürzt? Das ist das große Ziel. Aber Fachinformatiker:in ist nicht gleich Fachinformatiker:in – und nein, du sitzt nicht den ganzen Tag allein im Keller vor dem Bildschirm. Die Ausbildung zum/zur Fachinformatiker:in in der Chemie-Branche ist extrem vielseitig und bietet dir gleich vier verschiedene Fachrichtungen. Hier erfährst du, welche das sind, wie der Ausbildungsalltag wirklich aussieht und warum dieser Job einer der gefragtesten in der ganzen Branche ist.
Dein Alltag ist eine Mischung aus Problemlösung, Technik und direktem Kontakt mit Kolleg:innen aus allen Abteilungen. Du bist das digitale Rückgrat des Unternehmens.
Tipp aus der Praxis: Du bist viel im ganzen Betrieb unterwegs, nicht nur am Schreibtisch. Pack dir bequeme Schuhe ein und sei bereit, auch mal spontan Probleme zu lösen – Flexibilität ist hier Gold wert!
Fachinformatiker:innen sind die Allrounder der IT-Welt in der Chemie-Branche. Sie planen, installieren und warten IT-Systeme, entwickeln Software oder analysieren Daten und Prozesse. Egal ob in der Produktion, Forschung oder Verwaltung – ohne funktionierende IT-Infrastruktur läuft in modernen Chemiebetrieben nichts mehr.
Fachinformatiker:innen arbeiten in Unternehmen der chemisch-pharmazeutischen Industrie, aber auch in IT-Abteilungen von Produktionsbetrieben, Forschungseinrichtungen oder spezialisierten IT-Dienstleistern für die Branche.
Das ist die wichtigste Entscheidung vor deiner Bewerbung, denn du musst dich von Anfang an festlegen:
Wie bei allen dualen Ausbildungen wechselst du zwischen Betrieb und Berufsschule. Im Betrieb sammelst du praktische Erfahrung an echten Projekten, in der Berufsschule lernst du die theoretischen Grundlagen.
Das lernst du in deiner Ausbildung:
Die chemisch-pharmazeutische Industrie ist bekannt für eine der besten Ausbildungsvergütungen in ganz Deutschland. Da die meisten Unternehmen nach dem Chemie-Tarifvertrag bezahlen, bist du finanziell von Anfang an auf der sicheren Seite.
Zusätzlich zum monatlichen Grundgehalt profitierst du in tarifgebundenen Betrieben in der Regel von starken Extras:
Die Ausbildung ist anspruchsvoll, aber definitiv machbar, wenn du logisches Denkvermögen und echtes Interesse an IT mitbringst. Besonders die Programmierung oder komplexe Netzwerkthemen können am Anfang herausfordernd sein. Wenn du aber schon privat mit Technik herumtüftelst, hast du einen klaren Vorteil.
Vorkenntnisse sind nicht zwingend nötig, aber sie helfen enorm! Wenn du in der Schule Informatik hattest und Spaß daran hast, bist du gut vorbereitet. Noch wichtiger sind aber Mathe-Kenntnisse (für Algorithmen und Logik) und die Bereitschaft, dich ständig weiterzubilden.
Die Karrierechancen sind top! Du kannst dich spezialisieren (z.B. auf IT-Sicherheit, KI oder Cloud-Technologien), Weiterbildungen machen (z.B. zum/zur IT-Projektleiter:in) oder ein duales Studium dranhängen (z.B. Wirtschaftsinformatik oder Technische Informatik). Die Chemie-Branche sucht händeringend IT-Expert:innen!
Das kommt auf deinen genauen Einsatzort im Unternehmen an. In reinen Forschungs- und Entwicklungslaboren hast du meist normale Tagesarbeitszeiten. Arbeitest du jedoch in der Qualitätskontrolle eines Produktionsbetriebs, laufen die Anlagen rund um die Uhr. In diesem Fall ist Wechselschicht (inklusive Nacht- und Wochenendschichten) üblich. Dafür erhältst du attraktive Schichtzuschläge.
Beides ist möglich und hat Vor- und Nachteile. Die Ausbildung ist praxisnäher und du verdienst von Anfang an Geld. Das duale Studium bietet tieferes theoretisches Wissen und bessere Aufstiegschancen, erfordert aber mindestens Fachabitur. Viele Inhalte überschneiden sich – die Ausbildung ist also keineswegs die schlechtere Wahl!
Du hast Bock auf den Kittel und die Verantwortung? Dann warte nicht zu lange mit der Bewerbung, die Plätze sind begehrt.