Gute Nachrichten: Die chemisch-pharmazeutische Industrie gehört zu den am besten zahlenden Branchen in ganz Deutschland. Wenn du hier eine Ausbildung startest, musst du nicht um jeden Euro feilschen. Dein Gehalt ist durch den Chemie-Tarifvertrag fest geregelt. Hier findest du die Zahlen zu deiner Ausbildung und deinem späteren Einstiegsgehalt.
In der Chemie-Branche gibt es keine Gehaltsunterschiede zwischen den Ausbildungsberufen. Egal, ob du Chemikant/in, Chemielaborant/in oder Industriekaufmann/-frau lernst: In einem tarifgebundenen Unternehmen bekommst du das gleiche tarifliche Ausbildungsgehalt.
Die genaue Höhe schwankt leicht je nach Bundesland (den sogenannten Tarifbezirken). Hier sind die aktuell gültigen Brutto-Werte für deine Ausbildung:
Nach deiner erfolgreich bestandenen IHK-Prüfung machst du einen gewaltigen Gehaltssprung. In der Chemie gibt es ein faires System aus 13 Entgeltgruppen (E1 bis E13). In welche Gruppe du kommst, hängt von deiner konkreten Tätigkeit ab.
Wichtig zu wissen: Das System der Entgeltgruppen ist bundesweit gleich, aber die genauen Euro-Beträge können durch sogenannte Bezirksentgelttarifverträge je nach Bundesland leicht schwanken.
Hier sind Beispiele für das tarifliche Startgehalt (am Beispiel des Tarifbezirks Rheinland-Pfalz, Stand April 2025):
Ein Facharbeiter in der Gruppe E6 kommt so inklusive aller tariflichen Zulagen schnell auf ein Jahresgehalt von über 56.000 Euro.
Viele Produktionsbetriebe laufen rund um die Uhr. Wenn du als Chemikant/in oder Chemielaborant/in Wechselschicht arbeitest, kommt auf dein Grundgehalt noch einiges obendrauf. Mit Vollkonti-Schichtzulagen sind oft über 60.000 Euro Jahresgehalt möglich.
👉 Woher kommt das viele Geld?
Dein hohes Gehalt und Extras wie 1.200 € Urlaubsgeld oder die arbeitgeberfinanzierte Pflegeversicherung hast du dem Tarifvertrag zu verdanken. Wie das System funktioniert und welche Benefits du noch bekommst, liest du hier: [Alles über den Chemie-Tarifvertrag und deine Benefits erfahren].